Unsere Palmware Produktion
Unser Palmblattgeschirr stammt von Magnus Eco Concepts (MEC) aus Tamil Nadu in Südindien. Mit MEC verbindet uns seit 2011 eine enge Partnerschaft - und ein gemeinsames Verständnis davon, wie eine gute Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aussieht.
Hier erfährst du mehr über die Herkunft unserer Palmblattgeschirrs und die Arbeitsbedingungen vor Ort.
Aus Partnern werden Freunde – die Anfänge
Die Idee, Blätter als Teller zu verwenden, ist nicht neu. In Südindien ist es bereits seit Jahrhunderten Tradition, den Gästen zu besonderen Anlässen und Festen, Speisen auf Bananenblättern zu servieren. Diese Tradition übernahmen die Brüder Satheesh und Nandha Kumar und bauten hieraus ein Geschäft auf. Aufgewachsen in Tamil Nadu, einem Bundesstaat in Südindien, kannten sie die heimische Pflanzenwelt genau. Als studierte Maschinenbauer und Textiltechniker entwickelten sie 2003 ihre erste eigene Maschine zur Verarbeitung von Blättern. Das Prinzip ist einfach: abgefallene, am Boden liegende Blätter der Arekapalme werden gesammelt, gewaschen und mithilfe von hydraulischen Pressen zu Tellern und Schalen geformt. Mehr zu den einzelnen Schritten erfährst du hier.
Acht Jahre später, im Jahr 2011 stieß Robert Czichos, Gründer und Geschäftsführer von Bionatic, über eine Handelsplattform im Internet auf Magnus Eco Concepts. Nach einigen E-Mails, wurde der erste 20-Fuß-Container mit Tellern aus Palmblättern bestellt – gegen Vorkasse und ohne den Produzenten jemals richtig kennengelernt zu haben. Die Ware überzeugte auf Anhieb. Das war der Beginn einer besonderen Partnerschaft.
Mehr als ein Arbeitsplatz
Der GroĂźteil der Belegschaft bei MEC sind Frauen. Damit sie sicher zur Arbeit und wieder nach Hause kommen, ĂĽbernimmt MEC den Transport: Die Kumar-BrĂĽder haben einen Bus gekauft und einen Fahrer eingestellt, der die Mitarbeiterinnen morgens abholt und nach Schichtende nach Hause bringt - kostenlos.
Auf einem Stück Land des Fabrikgeländes betreiben die Kumar-Brüder zudem mit einigen Mitarbeitern „Natural Farming“. Sie setzen Samen für Obst und Gemüse und überlassen den Rest der Natur. Die Erträge werden an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben. Einen Preis für die frischen Lebensmittel gibt es nicht: Jeder gibt, was er oder sie für angemessen hält.
Kostenlose Kinderbetreuung
Mittlerweile arbeiten bei MEC 180 Frauen und Männer. Viele von ihnen können die Betreuung der Kinder tagsüber nicht immer gewährleisten. Um Abhilfe zu schaffen, wurden 2018 Räumlichkeiten für eine kostenlose Kindertagesstätte, auf dem Fabrikgelände, gebaut. Zwei Mitarbeiterinnen kümmern sich seitdem um die Kinderbetreuung.
Für jedes Kind eines langjährigen Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin wird ein Teakbaum gepflanzt. Das Unternehmen pflegt den Baum und fällt ihn nach 15 Jahren. Die Erlöse aus dem verkauften Holz werden genutzt, um die Ausbildung des Kindes zu finanzieren.
Arbeitszeiten und Arbeitsschutz
Gearbeitet wird in Acht-Stunden-Schichten an sechs Tagen in der Woche. Die Stundenlöhne liegen über dem üblichen Durchschnitt. Überstunden werden doppelt entlohnt. Alle Mitarbeitenden erhalten bezahlten Urlaub und sind krankenversichert.
Regelmäßige Schulungen zum sicheren Umgang mit den Maschinen und das Verhalten in Notfällen gehören ebenso zum Programm, wie eine angemessene Arbeitsausrüstung und unangekündigte Feueralarmübungen.
Regelmäßig auditiert
Während unserer jährlichen Besuche überzeugen wir uns immer wieder selbst von den beispielhaften Bedingungen, die in der Produktionsstätte von MEC herrschen. Um unser Wort zu bekräftigen werden bei MEC in regelmäßigen Abständen Audits von unabhängigen Prüfstellen durchgeführt.
Auf die Frage, was ihn auf die Entwicklung von MEC stolz mache, gibt Satheesh eine klare Antwort: „Als regulärer Angestellter könnte ich nur meine Familie ernähren. Durch das Unternehmen kann ich nun 170 Familien unterstützen.“
